Neuer Kantor zieht ins Pfarrhaus

 
 

Heute wurde unser Kantor in der Freien Presse von Christine vorgestellt. An dieser Stelle möchte ich auf diesen Beitrag mit einem Link, Text und Bild hinweisen.
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Neuer Kantor zieht ins Pfarrhaus

Eigentlich hätte er das Zeug für eine Konzertkarriere. Nun arbeitet Georg Wendt für die Gemeinden Neudorf und Cranzahl. Der Kirchenmusikdirektor stellt hohe Ansprüche an den 31-Jährigen.
Neudorf/Cranzahl. Die Kirchgemeinden Neudorf und Cranzahl haben einen neuen Kantor. Georg Wendt hat jetzt mit seiner Partnerin Janina Lenz und dem fünfjährigen Sohn János-Levin die Kantorenwohnung im Pfarrhaus bezogen. "Ich staune, dass hier der Gottesdienst noch eine so zentrale Rolle einnimmt", sagt Wendt und freut sich. "Die Menschen im oberen Sehmatal haben eine ganz besondere Art der Natürlichkeit", so der 31-Jährige.
Zunächst hatte sich Wendt nicht vorstellen können, so grenznah und dörflich in eine Kantorentätigkeit einzusteigen. Immerhin hat der geborene Chemnitzer Diplom- Kirchenmusiker die höchste musikalische Qualifikation in diesem Bereich. Hinzu kommt noch das Konzertexamen für Orgelspiel. Das befähigt Wendt eigentlich für eine Organisten- oder Konzertkarriere. Die habe er aber nie verfolgt, so der junge Kirchenmusiker.
Wendt stammt aus einer christlichen Familie und lernte als Kind zunächst Flöte, besuchte die Kurrende und nahm bei dem jetzigen Annaberger Kirchenmusikdirektor, seinem damaligen Kantor Matthias Süß, die ersten Klavierstunden. "Dass ich zwölf Jahre Klavier gelernt habe, hat mir später im Orgelspiel sehr geholfen", erinnert sich Wendt. Weil er zunächst auf eigenen Füßen stehen wollte, begann der damals 19-Jährige 2002 eine Ausbildung zum Musikalienhändler in Bonn. In dieser Zeit entdeckte Wendt das Klavierspiel wieder ganz neu, brach die Lehre nach 18 Monaten ab und nahm in Leipzig erneut Klavierunterricht. 2004 startete er eine Ausbildung zum C-Kantor in Berlin. Es folgten weitere Semester im Studium der Kirchenmusik in Halle. 2013 hatte der junge Kantor das A-Examen mit besten Noten in der Tasche.
Georg Wendt will neben seiner Tätigkeit als Kirchenmusiker im Sehmatal jährlich 12 bis 15 Orgelkonzerte in unterschiedlichen Städten geben. Zunächst möchte er aber die beiden Kirchgemeinden und ihre musikalischen Kreise weiter kennenlernen. "Mir ist es wichtig, die alten Verhältnisse wieder herzustellen und zu testen, wie schnell der Chor, das Orchester und die Kurrende bestimmte Vorgaben umsetzen können." Vorstellen könne er sich auch gemeinsame Projekte der beiden Chöre und unterschiedlichen Instrumentalkreise von Cranzahl und Neudorf.
Wendt hat in Neudorf zu Pfingsten mit einer voluminösen Kirchenmusik im Festgottesdienst einen anspruchsvollen Einstand geliefert. Direktor Matthias Süß wünschte Wendt bei der offiziellen Einführung den Mut zu Neuem. Gleichzeitig solle der Kantor das Lob Gottes im Amt voranstellen und die Traditionen der Kirche wahren.

erschienen am 20.06.2014 ( Von Christine Bergmann )



 
 
20.06.2014, 21:54 Uhr
Autor: Jochen
 
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