10/22 Sehmataler Gebetsnewsletter

 
 

Samstag, 19.03.2022
„Betet ohne Unterlass!“
Sehmataler Gebetsnewsletter

Gedanken zum Gebet:
Der morgige Sonntag trägt den Namen „Okuli“. Das heißt übersetzt „Augen“. Eigentlich ist es
der Beginn eines Psalmverses, in dem es heißt: „Meine Augen sehen stets auf den Herrn; denn
er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen.“ (Psalm 25,15) Dieser Psalm stammt von David.
David war ständig von Feinden und Gefahren umgeben. In all seinen schwierigen Situationen
aber hat er eins gelernt: Es kommt auf die richtige Blickrichtung an. Wer nur auf Feinde und
Gefahren schaut, verstrickt sich in Angst, Furcht und eigener Schuld. Er ist wie in einem Netz
gefangen. Er kommt nicht mehr voran. Es gibt kein Lebensziel und keinen Lebenssinn mehr.
Wer dagegen den Blick auf Gott richtet, ihm vertraut und an ihn glaubt, der verliert weder den
Blick für das Gute und für die Wahrheit noch für die Hoffnung. Er sieht Gottes Hilfe und er
erkennt die richtigen Wege. Er behält das wahre Lebensziel und den rechten Lebenssinn. So
hat es David in all seinen Gefahren erlebt. Das können wir uns von ihm abschauen! Worauf
richten wir unseren Blick? Schauen wir vor allem auf die Gefahren und auf die Dinge, die uns
gefangen nehmen können? Viele Gefahren können unseren Blick fangen: die Kriegsgefahr, die
gesundheitlichen Gefahren, die Gefahr des Streits und vieles anderes mehr. David sagt uns:
Richtet genau dann eure Augen auf Gott. Wo könnten wir das besser tun als im Gebet. Wenn
wir beten, schauen wir auf Gott. Wir vertrauen uns ihm an. Wir halten uns an seiner Hilfe fest
und erbitten seine Wegweisung. Wer betet, dessen Augen sehen stets auf den Herrn!

Wir loben und danken Gott …
… dafür, dass er unsere Hilfe und unsere Wegweisung in allen Gefahren unserer Zeit ist.
… für alle, die auch in unseren Orten bereit sind, den aus der Ukraine Geflüchteten zu helfen.

Wir bitten in der Nähe für …
… uns selbst, dass unsere Augen stets auf den Herrn schauen, dass er unsere Füße aus den
verschiedenen Netzen unserer Zeit zieht und dass wir ihm vertrauen, gerade in den
Gefahren, die uns bedrohen.
… alle Hilfe, die in unseren Orten für die aus der Ukraine geflüchteten Menschen organisiert
wird, dass sie bei denen ankommt, die sie brauchen und dass damit Gutes getan wird.
… dass es bei uns stets genug Helferinnen und Helfer gibt und dass es genug Wohnraum gibt.

Wir bitten in der Ferne für …
… Frieden in der Ukraine.
… dass im Krieg keine zivilen Ziele, wie Krankenhäuser, Kinderheime usw. mehr angegriffen
werden und viele unschuldige Menschenleben geschont werden.
… alle Christen in der Ukraine, dass sie die Hoffnung nicht verlieren und mit ihren Augen trotz
allem fest auf den Herrn schauen.
Amen

 
 
21.03.2022, 08:17 Uhr
Autor: Matti Schlosser
 
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