37/21 Sehmataler Gebetsnewsletter

 
 

Mittwoch, 08.12.2021
„Betet ohne Unterlass!“
Sehmataler Gebetsnewsletter

Gedanken zum Gebet:
In der Adventszeit hören wir sehr oft die Aufforderung: Du musst Jesus in dein Leben einlassen.
Denn so, wie Jesus in die Welt gekommen ist, so möchte er auch von dir empfangen werden. Doch
dieser Forderung nachzukommen, ist gar nicht so einfach. Natürlich wissen wir, dass es gut für uns
ist, wenn wir Jesus im Herzen haben. Doch schnell werden uns viele andere Dinge in unserem
täglichen Leben wichtiger. So vieles strömt auf uns ein und mit so vielen Gedanken werden unser
Kopf und unser Herz zugeschüttet. Das war vor der Corona-Pandemie so und das ist auch jetzt nicht
anders. Doch mit all den Streitthemen dieser Tage ist diese Gefahr besonders groß. Die Meinungen,
die wir bei diesen umstritten Themen haben, können unsere Gedanken und unser Herz regelrecht
gefangen nehmen. Dabei ist es ganz egal, welche Meinungen wir vertreten. Und so bleibt kein
Raum mehr für Jesus. Wir können ihn nicht mehr empfangen. Mit dem bekannten Adventslied
können wir dann nur noch fragen: „Wie soll ich dich empfangen?“ Und wenn unser Herz schon voll
ist, bleibt uns nichts anderes übrig, als mit den Worten dieses Liedes zu beten: „O Jesu, Jesu, setze
mir selbst die Fackel bei, damit, was dich ergötze, mir kund und wissend sei.“

Wir loben und danken Gott …
… dafür, dass Jesus uns im Blick behält, auch wenn wir ihn aus dem Blick verlieren und – nach
Johannes 15,16 – dass nicht wir ihn erwählt haben, sondern dass er uns erwählt hat.

Wir bitten in der Nähe für …
… uns selbst, dass wir Jesus trotz allem, was unsere Herzen und unsere Köpfe füllt, empfangen
und dass er uns – mit den Worten des Liedes gesprochen – selbst die Fackel beisetzt,
damit, was ihn ergötze, uns kund und wissend sei.
… uns als Gemeinden, dass wir verschiedene Sichtweisen unter uns aushalten und dass wir dort, wo
kontroverse Sichtweisen geäußert werden, einen geschwisterlichen Umgang miteinander
finden und uns vor allem nicht gegenseitig die Geschwisterschaft im Glauben aufkündigen.

Wir bitten in der Ferne für …
… die heute ins Amt gekommene neue Bundesregierung, für den neuen Bundeskanzler Olaf Scholz
und alle Bundesminister/innen, dass sie sich um das Wohl der Bevölkerung bemühen, dass
sie die schwierigen Probleme dieser Tage, besonders die medizinischen und die
gesellschaftlichen Probleme, in den Griff bekommen und dass Gott sie mit seiner Kraft und
seiner Weisung beschenken möge.
… alle, die nicht nur in der Bundesregierung, sondern auch im Freistaat und in den Kommunen
Verantwortung übernehmen, dass sie einerseits berechtigte Kritik annehmen, aber
andererseits nicht wegen ihrer Arbeit angefeindet oder bedroht werden, weder im Internet
noch in der realen Welt wie z.B. durch einen Fackelaufmarsch vor ihrem jeweiligen Zuhause.

Amen

 
 
09.12.2021, 13:46 Uhr
Autor: Jana Heß
 
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