22. Sehmataler Gebetsnewsletter

 
 

Betet ohne Unterlass!

Sehmataler Gebetsnewsletter von Pfarrer Matti Schlosser
am Samstag, den 6. Juni 2020

Gedanken zum Gebet:
Zum morgigen Trinitatisfest, dem Fest der Dreieinigkeit Gottes, gehört die Erzählung von der Berufung des Propheten Jesaja. Jesaja wird in den himmlischen Thronsaal Gottes mitgenommen. Dort hört er die Stimme Gottes. Jesaja erzählt: Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich! (Jesaja 6,8) Gott hat gerufen und Jesaja fühlte sich angesprochen. Und da war seine Antwort an Gott klar. Er stellt sich in den Dienst für Gott. Kann es nicht auch in unserem Gebet diese Momente geben, in denen wir zu Gott kommen und uns von ihm angesprochen fühlen? Dann kann es auch für uns gut sein, wenn wir den Ruf Gottes annehmen und zu Gott sagen: „Ja, ich will deinem Ruf folgen.“ Jesaja ist diese Antwort sicher auch deshalb leicht gefallen, weil er in diesem Moment die Gegenwart Gottes erlebt hat. Auch wir können es erleben, dass Gott bei uns ist und dass sein Geist uns erfüllt. Im Gebet können wir solche Momente der Begegnung mit Gott erleben. Hören wir dann auf sein Rufen!

Wir loben und danken unserem Gott ...
... für alle Momente, in denen wir die Gegenwart Gottes erleben dürfen.
... für alle Lockerungen der Corona-Beschränkungen, die nun in Sachsen gelten.
... dafür, dass die Grenze zu Tschechien wieder geöffnet ist.

Wir bitten in unserer Nähe für ...
... uns selbst, dass wir das Rufen Gottes nicht überhören und seinem Ruf folgen.
... alle Familien, in denen es Streit gibt, sei es über das Thema Corona oder über andere Themen, dass Verständnis und Liebe füreinander wachsen können. Auch wenn Meinungen oft auseinander gehen, mögen die Familien Orte des Friedens sein.
... unsere Kirchgemeinden, dass wir uns trotz völlig konträrer Auffassungen zum Corona-Virus als Geschwister im Glauben verstehen und gute Wege des Miteinanders finden.
... unsere Orte, dass die neuen Lockerungen keine vermehrten Neuinfektionen auslösen mögen.

Wir bitten in der Ferne für ...
... die Medien in unserem Land, dass sie wahr und ausgewogen berichten, dass sie deshalb mehr Akzeptanz finden und dass sie trotz unterschiedlicher Meinungen nicht angegriffen oder eingeschränkt werden, sondern frei arbeiten können.
... die Regierung in Berlin, dass alle Maßnahmen, die sie zur Stärkung der Wirtschaft gefunden hat, zum Guten dienen mögen.

Amen.

P. S.: Der Gebetsnewsletter wird in den nächsten Tagen wieder im Flur des Pfarrhauses zum Mitnehmen und Weitergeben ausgelegt.

 
 
06.06.2020, 17:59 Uhr
Autor: Andreas Nestler
 
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