16/22 Sehmataler Gebetsnewsletter

 
 

Samstag, 28.05.2022
„Betet ohne Unterlass!“
Sehmataler Gebetsnewsletter

Gedanken zum Gebet:
Worauf vertrauen wir und worauf verlassen wir uns? Jeder Mensch verlässt sich auf andere
Menschen. Wir suchen uns die Menschen aus, denen wir vertrauen. Wir vertrauen ihnen, weil
sie uns sympathisch sind oder weil uns das einleuchtet, was sie sagen. Manchmal haben wir
das Gefühl, dem kann ich vertrauen, denn der spricht mir aus der Seele. Und so richten wir
unser Leben nach den Menschen aus, denen wir unser Vertrauen schenken. Wenn wir mit
ihnen gute Erfahrungen gemacht haben oder wenn wir uns von ihnen etwas erhoffen, dann
verlassen wir uns auf sie. Das ist menschlich. Das ist so im kleinen, alltäglichen und
zwischenmenschlichen Bereich. Und das ist auch im großen, politischen Bereich nicht anders.
Aber das Losungswort des heutigen Tages mahnt uns zur Vorsicht: „Verlasset euch nicht auf
Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen.“ (Psalm 146,3) Verlassen sollen wir uns
vielmehr auf unseren Gott. Er ist es, der helfen kann. Er ist es, der uns zu jeder Zeit zur Seite
stehen kann und der immer die richtigen Wege kennt. Darauf ist wirklich Verlass. Und deshalb
können wir auch unsere Probleme im Gebet vor ihn bringen. Wer betet, vertraut Gott und
verlässt sich auf ihn. Und wer betet, nimmt die Mahnung des heutigen Losungswortes ernst.
Natürlich müssen wir uns in unserem Leben auch auf Menschen verlassen, aber das größte
Vertrauen setzen wir auf unseren Gott!

Wir loben und danken Gott …
… dafür, dass auf Gott Verlass ist, dass wir ihm vertrauen können und dass er gute Lösungen
für die Probleme unseres Lebens bereit hat.
… für das Versprechen, das er uns gegeben hat, bei uns zu sein alle Tage bis an der Welt Ende.
… dafür, dass Jesus in den Himmel aufgefahren ist, dass er zur Rechten Gottes sitzt und regiert.
… für den „lieblichen Maien“, auch wenn die Tage gerade kühler sind, und – um es mit den
Worten von Paul Gerhardt zu sagen – dass Gott uns bisher weitestgehend bewahrt hat
von „Mehltau, Frost, Reif und Schloß (=Hagel)“.

Wir bitten in der Nähe für …
… unsere Gemeinden, dass (nicht nur) zu Pfingsten Gottes Geist über uns ausgegossen wird.
… alle Firmen und Betriebe in unseren Orten, die aufgrund von Lieferengpässen und
Preissteigerungen ihre Arbeit nicht richtig machen können, dass sie trotzdem ihre
Existenz erhalten und ihre Mitarbeiter bezahlen können.

Wir bitten in der Ferne für …
… unsere Welt, dass sich aufgrund des Krieges die Hungersnot in der Welt nicht noch weiter
verschärft, besonders in den armen Ländern.
… Frieden in der Ukraine.

Amen

 
 
30.05.2022, 08:55 Uhr
Autor: Matti Schlosser
 
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