16. Sehmataler Gebetsnewsletter

 
 

Betet ohne Unterlass!

Sehmataler Gebetsnewsletter von Pfarrer Matti Schlosser
am Samstag, den 16. Mai 2020

Gedanken zum Gebet:
Heute stand ein Bettler vor meiner Tür. Er war sehr freundlich und hat mir seine Geschichte erzählt. Doch nachdem ich ihm etwas gegeben habe, war ich – das muss ich ehrlich zugeben – froh, als er wieder weg war. Ich kann mir vorstellen, dass es dem Mann auch unangenehm war, an einer fremden Tür zu klingeln und um etwas zu bitten. Mit diesem Mann möchte ich nicht tauschen. Aber Jesus sagt uns, wir sollen es genauso machen. Wir sollen an Gottes Tür klopfen, ihn um alles bitten, was wir brauchen und bei ihm Hilfe suchen. Jesus sagt: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“ (Lukas 11,9+10) Der morgige Sonntag trägt den Namen „Rogate“, zu deutsch in diesem Falle „bittet“ oder „betet“. Dieser Sonntag ist der Gebetssonntag. Mit seinem Zuspruch macht uns Jesus Mut, am Gebet dranzubleiben und mit allen unseren Anliegen zu Gott zu kommen. Das gilt an diesem Sonntag und weit darüber hinaus. Gott ist froh, wenn wir kommen und nicht, wenn wir wieder weg sind.

Wir loben und danken unserem Gott ...
... weil wir zu jeder Zeit bei ihm anklopfen können und unsere Anliegen zu ihm bringen können.
... für alle Lockerungen der Corona-Maßnahmen, die nun gelten.
... dafür, dass wir in einem reichen Land leben dürfen, in dem sich die Armut noch in Grenzen hält.

Wir bitten in unserer Nähe für ...
... alle Menschen, die in finanzielle Not geraten sind und die Hilfe brauchen, dass sie die nötige Hilfe bekommen und dass sie nicht verzweifeln.
... uns alle, dass wir das Gebet jeden Tag neu als eine große Kraft für unser Leben erkennen und dass wir keine Scheu haben, mit allem, was uns bewegt, zu Gott zu kommen.
... das Miteinander in unseren Familien und in unseren Gemeinden, dass wir uns trotz unterschiedlichen Meinungen, gerade zum Thema Corona, nicht weiter voneinander entzweien und trotz der Unterschiede zusammen bleiben.

Wir bitten in der Ferne für ...
... alle Menschen im Land, die betteln müssen, dass sie durchs Leben kommen.
... die ärmeren Länder, dass sie an der derzeitigen Krise nicht zerbrechen.
... die Obrigkeit, dass sie von Gott geführt wird.

Amen.

P. S.: Der Gebetsnewsletter wird in den nächsten Tagen wieder im Flur des Pfarrhauses zum Mitnehmen und Weitergeben ausgelegt.

 
 
16.05.2020, 19:33 Uhr
Autor: Andreas Nestler
 
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