Er-löse uns – Ökumenischer Kreuzweg der Jugend 201

 
 

Es ist der 30.03.2012. Es regnet und ist ziemlich ungemütlich draußen. Doch einer Gruppe junger Leute scheint das egal zu sein. Sie kommen aus unterschiedlichen Orten, Gemeinden und Konfessionen und habe sich alle gemeinsam in der katholischen Kirche in Annaberg versammelt.
Denn sie wollen gemeinsam Jesu Weg zum Kreuz gehen und die Stationen seines Leidens betrachten. Mit ihnen sind zur selben Zeit junge Christen in ganz Deutschland unterwegs auf dem Ökumenischen Kreuzweg der Jugend 2012.
Der Weg beginnt mit der Tempelreinigung. Gezeigt wird an jeder Station ein Foto der Oberammergauer Passionsspiele, das die jeweilige Szene zeigt.
Jesus kämpft dafür, dass aus dem Haus seines Vaters das Böse verschwindet.
Weiter geht es mit der ersten richtigen Station, Getsemani. Auch hierzu gibt es ein passendes Bild, die biblische Geschichte dazu wird vorgelesen und Bezug zum unserem heutigen Leben hergestellt. Danach gibt es eine Zeit der Stille, wo jeder über das gehörte nachdenken kann. Abgeschlossen wird mit einem Gebet und dem gemeinsamen Gebetsruf: „Löse uns, erlöse uns, du, Gott, erbarm dich unser.“
Dann verlassen wir die katholische Kirche und machen uns auf den kurzen Weg in die Adventisten-Gemeinde. Wir alle folgen dem Holzkreuz, das von zwei Leuten getragen wird.
Dort angekommen geht es weiter mit Jesu Leidensweg. Station zwei ist Petrus. Als nächstes folgte als dritte Station Judas, und dessen Verrat an Jesus. Wieder wurden Texte gelesen, Bilder gezeigt und gemeinsam gebetet.
Wir folgen dem Kreuz weiter. Diesmal in Richtung Kleinrückerswalde und der dortigen Kirche. Da erwartet uns das Urteil über Jesus. Und schließlich die Kreuzigung. Eigentlich könnte der Weg jetzt zu Ende sein… Doch es geht weiter.
Weiter zur methodistischen Kirche, dem Kreuz hinterher. Hier befinden wir uns an Station Nummer sechs, und somit bei Jesu Tod.
Nach dem letzten Stück kommen wir in der Bergkirche an. Die letzten beiden Stationen handeln von der Grablegung und Maria von Magdala. Wir singen noch gemeinsam einige Lieder und dann finden wir uns in kleinen Gruppen zusammen, um Gebetsanliegen zu sammeln und vor Gott zu bringen.
Als Abschluss gibt es noch herrlich warmen Tee und Kekse für jeden.
Es war für mich ein sehr spannender, inspirierender Abend. Schön fand ich die Gemeinschaft über Orte und Konfessionen hinweg. Wir durften uns den ganzen Abend mit dem beschäftigen, der uns verbindet und eint: Jesus Christus.
Das Kreuz führte uns symbolisch den Weg.
Das Thema, Er-löse uns, war den ganzen Abend über gegenwärtig. Es lohnt sich echt darüber nachzudenken, wovon Jesus uns erlösen muss. Von Zwängen, Lügen, Zweifeln,…
Bleibt nur zu hoffen, dass die Eindrücke und Gedanken länger anhalten und wirklich in die Herzen übergehen.
Es war eine gute Mischung, aus Bildern, Texten, Musik und Gebet. Nicht nur ganz weit weg, sondern wirklich auf unser Leben heute bezogen.
Lassen wir uns erlösen, von dem was uns gefangen hält.
Er löse uns.

 
 
02.04.2012, 18:31 Uhr
Autor: JG-ECHO
 
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