Weihnachtsgruß von Pfarrer Piehler

 
 

Nun ist es wieder soweit: Das Weihnachtsfest ist da. Hier bei uns im Erzgebirge und besonders in Neudorf ja immer wieder ein ganz großes Highlight! In der Kirchgemeinde haben jetzt alle viel zu tun, vor allem die Sänger, Musiker, Kinder, aber auch die Hauptamtlichen. Christvesper am Heiligabend, Christmette, Gottesdienst am ersten und Konfi-Krippenspiel am zweiten Feiertag, dazu die Weihnachtsfeier für die Alten und dann gleich Silvester, Neujahr, Epiphanias. Keine Zeit im Jahr ist in unserer Gemeinde so dicht gefüllt, wie die Weihnachtszeit.

Manche fragen da kritisch: Muss das denn immer so ein riesiger Aufwand sein? Ist nicht weniger manchmal mehr? Klar, da ist was dran. Aber es ist auch wichtig, dass wir regelmäßig Zeiten haben, in denen wir besonders intensiv mit Gott, Gemeinde und Glaubensthemen in Kontakt kommen. Zeiten in denen wir etwas vom Heiligen spüren und die Erfahrung machen: Da ist mehr als nur unser kleiner Alltag und die Welt vor unseren Augen. Die Weihnachtszeit ist so eine besondere „heilige“ Zeit. Ich denke, das kann wirklich jeder spüren.

Weihnachten hat für viele aber auch etwas mit Heimat zu tun. Bei uns ganz konkret natürlich für die, die inzwischen nicht mehr hier in Neudorf, sondern irgendwo anders im Land wohnen. Doch zu Weihnachten und über den Jahreswechsel sind viele wieder daheim. Es ist immer wieder schön, dann die zahlreichen Exil-Neudorfer zu sehen, die auch in der Ferne weiterhin mit unserer Gemeinde verbunden sind.

Und schließlich der wichtigste Grund Weihnachten so ausgiebig zu feiern: Das Wunder der Weihnacht ist viel zu groß um es nur mit einem einzigen Festtag zu begehen: Der allmächtige und heilige Gott, der Schöpfer des Universums wird selbst ein Mensch. Nicht ein strahlender, unnahbarer Superstar, sondern ein schutzbedürftiges Baby. So sehr liebt Gott uns Menschen, dass er sich uns ganz ausliefert, sich klein und verwundbar macht. Wenn wir uns diese Botschaft wieder neu auf ganz verschiedene Weisen vor Augen (und Ohren) halten, wird es uns helfen unsere Sorgen und unsere Angst in einem anderem Licht zu betrachten.

Nun er liegt in seiner Krippen
ruft zu sich
mich und dich
spricht mit süßen Lippen:
"Lasset fahrn, o liebe Brüder,
was euch quält,
was euch fehlt;
ich bring alles wieder."
(Paul Gerhard, EG 36,5)

Also, viele gute Gründe, auch dieses Jahr wieder ausgiebig Weinachten zu feiern. Ob nun hier in Neudorf oder woanders auf der Welt.

Allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest wünscht
Pfarrer Nico Piehler

 
 
23.12.2017, 00:33 Uhr
Autor: Nico Piehler
 
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