Wichtelei in dr Weihnachtszeit

 
 

Liebe Gemeinde,
vielleicht erinnert Ihr Euch noch an Eure Wichtelzeit in dr JG.
Auch dieses Jahr schlichen sich Wichtel von Tür zu Tür und führten ihre Pläne aus. Zwei der besten Geschichten haben wir dieses Jahr für Euch aufgeschrieben:
Das bedauernswerteste Wichtel
Mittwoch Nachmittag erhielt Samuel eine SMS von seinem Kumpel und Klassenkameraden Jonas, in welcher stand: „Bis wann haben wir denn noch Zeit zum wichteln?“ Samuel vermutete, das Jonas ihn gezogen hatte, da er noch nicht bewichtelt wurde. Aus Spaß antwortete er: „Du hast noch bis Samstag Zeit, um mich zu bewichteln.“, woraufhin Jonas ärgerlich „Or Sammy!“ schrieb.
Dadurch das er krank war, konnte Jonas in der Woche zum vierten Advent nicht wichteln gehen und musste die Arbeit wohl oder übel auf Samstag nach der Mettenhauptprobe verschieben. Samuel konnte sich natürlich denken, das Jonas zu dem Zeitpunkt kommt, da er ihn noch erwartete. So legte er sich auf die Lauer hinter einem Schneehaufen und wartete. Nach einiger Zeit kam eine Person und schlich zu seinem Haus. Noch bevor Jonas die Knaller anzünden konnte, sprang Samuel hinter dem Schneehaufen hervor und rief 'buh'! Das Wichtel war sauer und regte sich erstmal reichliche 5 Minuten auf, da es ja nun erwischt wurde. Da Samuel aber ein lieber Junge ist, vereinbarten die beiden, Jonas 30 Sekunden Vorsprung zu geben, damit dieser abhauen kann. Gesagt getan. Nur leider konnte Samuel sich nach der Zeit, die er gewartet hatte, sehr gut vorstellen, wohin Jonas gerannt sein könnte, und lauerte ihn an der Stelle auf. Als dieser dort vorbei kam, erschreckte Samuel ihn erneut, schlug ihn ab und erklärte ihn damit zum bedauernswertesten Wichtel 2013.

Bestes Wichtel –Erlebnisbericht
Auf meinem Zettel stand „David Raue“. Und um ehrlich zu sein: begeistert war ich nicht. Wer wäre das schon, denn David ist ziemlich motiviert zum Wichtelfangen, oder?
Also entschied ich mich, dass Angriff die beste Überlebensstrategie ist. Das war am ersten Samstag in der Wichtelzeit. Und weil es eine JG zu planen gab, war das die perfekte Tarnung. Dachte ich. Aber das war alles a biddl schwierig. Denn zuerst hab ich ihn an dem Samstag net erreicht und dann war die Zeit knapp, es war ja Lichtloohmd. Trotzdem, kurz treffen ging schie. In der Wohnung wurde ich von David und seinem Hund begrüßt. Seine Mutter rief aus dem Bad: „Oh, Damenbesuch.“
Wir setzten uns an den Küchentisch und haben fingen, zu planen. Dann kamen sein Vater, seine Mutter, die Großmutter, der Hund –und mir die Schweißperlen auf der Stirn, weils doch langsam a biddl eng für meinen Plan wurde. Und der war: David ein Buch im Buch übergeben.
Ihm sagen, er soll mal reinschauen.
Hoffen, dass er net gleich reinguckt.
Aus der Wohnung verschwinden und flüchten, ohne dass er mich verfolgt.
Oder so ähnlich.
Das mit dem Buch klappte ganz gut.
Das einfach Verschwinden wurde von der Idee der Mütter überstimmt: „Du, David, der Hund muss doch heut noch raus. Willst du net glei mitgehen und sie (also mich) zum Auto begleiten?“ Gesagt, getan.
Und so liefen also Wichtel, Bewichtelter und Hund durch Neudorf.
So friedlich hab ich noch nie gewichtelt.
Nachtrag 1: Sonntag, 9.12.
David fragt mich auf der 2. Empore vor allen JGlern, warum ich das große Buch so zerstört habe. Ich sage ihm, er soll mal in das kleine Buch reinschauen.
Nachtrag 2: Freitag, 21. Dezember 2012
David erzählt beim Hutznohmd, dass sein Wichtel noch net da war und er sich auf die Lauer legen wird.
Ich frage ihn, ob er in das kleine Buch geschaut und die Karte gefunden hat. Er sagt ja. Ich frage ihn, ob er sie gelesen hat. Er sagt nein.
Nachtrag 3: 23. Dezember 2012
Auswichteln.
Lieber David, ich bin Dein Wichtel.
Viele Grüße
Anne

 
 
24.12.2012, 08:09 Uhr
Autor: JG-Echo
 
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